Konstruktionshinweise
Zur Auslegung von Direktverschraubungen in Dünnblechen sind vor allem drei Einflußgrößen interessant:

1. Bohrungsdurchmesser, der im Bauteil vorgesehen werden muss
Das Bauteil, welches auf dem Blech verschraubt werden soll, muss bezüglich des Bohrungsdurchmessers eine Wulstbildung des Bleches zulassen, d.h. dD ist größer als dW. Ein kleiner Teil des ausgeformten Werkstoffes fließt der Einschraubrichtung entgegen und bildet eine Erhöhung, die vom Durchgangsloch des zu befestigenden Bauteils aufgenommen werden muss.
Um dennoch eine sichere Auflage des Schraubenkopfes zu gewährleisten, darf jedoch dD nicht zu groß gewählt werden. Die untenstehende Tabelle zeigt eine Empfehlung der Bauteil-Lochdurchmesser.
2. Eindrehmoment, mit dem bei der Montage zu rechnen ist
Zur Auswahl der richtigen Schraubaggregate ist das Eindrehmoment ME ggf. durch Erprobung zu bestimmen. Das größte Einschraubmoment ist grundsätzlich am Ende der Phase des Durchzugformens (Bild unten, Phase 1) zu erwarten.
3. Anzugsdrehmoment, das sicher aufgebracht werden kann
Das Anzugsdrehmoment MA darf grundsätzlich nur so gewählt werden, dass die Schraubverbindung nicht durch Erreichen des Zerstörmomentes MZ (Bild unten, Phase 2) beschädigt wird.

Für die Verschraubung der Schriever-SBS-Schraube in Blechstärken > 0,2 x Nenndurchmesser Schraube empfehlen wir auf Grund ansteigender Anpresskräfte ggf. eine Vorlochung. Der für den Anwendungsfall optimale Lochdurchmesser ist vom Anforderungsprofil an die Verbindung abhängig und sollte spezifisch ermittelt und festgelegt werden.
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